Fachbereich Sport

 


„Schlaffi“ war gestern! Eine positive und attraktive Ausstrahlung haben, Selbstbewusstsein verkörpern – wer möchte das nicht? Eine aufrechte Haltung ist dazu unerlässlich. Diese zu gewinnen und behalten, ist im Zeitalter von Smartphones und Tablets aber nicht ganz einfach; das langdauernde Sitzen erst in der Schule, dann am Computer fordert seinen Tribut. Die Folgen sehe ich als Orthopädin jeden Tag in meiner Praxis – Hohlrundrücken bei abgeschwächter Bauch- und Gesäßmuskulatur, verkürzten Hüftbeugern, dabei nach vorn gekipptes Becken, einwärts gedrehte Beine, Knick-Senkfüße… Nicht nur unattraktiv, sondern auf Dauer auch schmerzhaft und teuer für alle Beteiligten. Was tun?

Natürlich gibt es Krankengymnastik durch gut ausgebildete TherapeutInnen. Die funktioniert aber nur, wenn der/die PatientIn engagiert und dauerhaft konsequent mitmacht (und die nötigen Rezepte unter den Zwängen der Budgetierung ausgestellt werden können). (Bild links: Quelle)

Die langjährige praktische Erfahrung sagt, dass Krankengymnastik zweimal wöchentlich 20 Minuten nicht reicht. Hand auf’s Herz: Wer macht die Übungen auch zu Hause? Regelmäßig? Ehrlich gegen sich selbst? Ok…

Eine gute Haltung bekommen und dabei Spaß haben – das geht auch über geeignete Sportarten oder Freizeitaktivitäten, am besten mit anderen zusammen zu festen Terminen, damit das innere Schwein keine Chance hat. Das gibt’s, und zwar auf unterschiedliche Weise! In der aktuellen wissenschaftlichen Studie geht es darum, welchen Einfluss zum Beispiel Ballett und Tanz auf die Entwicklung einer gesunden, aufrechten und attraktiven Haltung haben.

Dass TänzerInnen eine gute Haltung haben – davon geht jeder erstmal aus. Aber stimmt das wirklich? Und wenn ja, lässt sich das mit „harten Daten“ nachweisen? Dies ist Gegenstand einer aktuellen wissenschaftlichen Studie, die ich in Kooperation mit den drei Oberschulen des Kreises Friesland und mit den Friesländer und Wilhelmshavener Ballettschulen durchführe.

Natürlich gibt es Krankengymnastik durch gut ausgebildete TherapeutInnen. Die funktioniert aber nur, wenn der/die PatientIn engagiert und dauerhaft konsequent mitmacht (und die nötigen Rezepte unter den Zwängen der Budgetierung ausgestellt werden können). Die funktioniert aber nur, wenn der/die PatientIn engagiert und dauerhaft konsequent mitmacht (und die nötigen Rezepte unter den Zwängen der Budgetierung ausgestellt werden können).Was die Mädchen bei den Messreihen tun müssen, klingt denkbar einfach: Sie sollen auf einer Druckmessplattform möglichst ruhig stehen, erst auf beiden Beinen, dann jeweils auf dem rechten und dem linken Bein, dies jeweils mit offenen und geschlossenen Augen. Aufgezeichnet wird die Positionierung des Körperschwerpunktes über einen Zeitraum von jeweils 20 Sekunden. Dabei soll hinterfragt werden, inwieweit sich regelmäßiges Tanztraining auf die Koordinationsfähigkeit und die Fähigkeit, den Körper zu stabilisieren, auswirken.Wenn sich ein positiver Effekt nachweisen ließe, wäre es sinnvoll, möglichst vielen interessierten Kindern (Mädchen wie Jungen) Ballett- und modernes Tanztraining anzubieten. Mit reproduzierbaren Daten könnten Kostenträger wie gesetzliche Krankenversicherungen, Berufsgenossenschaften, aber auch Schulträger dafür interessiert werden, entsprechende Angebote für interessierte Jugendliche zur Verfügung zu stellen (und zu finanzieren).Voraussetzung sind natürlich möglichst aussagekräftige Daten – daher die Bitte: Macht mit bei der Studie! Nur, wenn viele Daten vorliegen und die Annahme bestätigen, dass Ballett und Tanz wirksam sind, lassen sich solche Angebote durchsetzen! Eure Schulleitungen unterstützen das Projekt – vielen Dank! Die Untersuchungsergebnisse werden anonymisiert, d. h. alle persönlichen Daten wie Namen, Geburtsdatum etc. werden gelöscht. Natürlich ist die Teilnahme freiwillig und kostenlos. Wer möchte, bekommt einen Ausdruck seiner Messung. Warum mache ich das? Mit Euren Daten wird kein Geld verdient. Die Untersuchungen mache ich im Rahmen einer Projektarbeit des Lehrgangs „Tanzmedizin“ (TaMed). TaMed engagiert sich für die medizinische Betreuung von professionellen Tänzern, Tanzpädagogen, aber auch von Laientänzern und Ballettschülern. Seht Euch mal die Seite an auf www.tamed.de!

Dr. med. Regina-Maria Fladung

Dr. Regina-Maria Fladung
Fachärztin für Orthopädie
Chirotherapie - Physikalische Therapie
Akupunktur - Sozialmedizin
Osteologin (DVO)
Osteopathie (D.O.M.)

Untersucht werden 11-14jährige gesunde Schülerinnen der Oberschule Jever, Hohenkirchen und Sande, die keine besonderen sportlichen Ambitionen haben, sowie Mädchen gleichen Alters, die engagiert, regelmäßig und schon seit mehreren Jahren am Ballettunterricht teilnehmen. Warum nur Mädchen? Weil Jungs sich zeitlich anders entwickeln und das die Untersuchung sehr kompliziert macht. Grundsätzlich gilt das gleiche aber auch für Jungs!


Die Oberschule Hohenkirchen stellt sich vor. Informationen zum Schulbesuch.

 

Welche Schulabschlüsse können an der Oberschule erreicht werden?

 

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