BauInfo - Bushaltestelle (ZOB)

 


Stellungnahme der Oberschule zur Pressemeldung vom 21.08.2018 des Landkreises Friesland - Ersatzhaltestelle "Jeversche Straße":

Die Oberschule Hohenkirchen begrüßt die anstehenden Umbaumaßnahmen der Bushaltestelle (Schulzentrum) und alle am Schulleben Beteiligten freuen sich bereits auf das Ergebnis. Nicht nur der Vorplatz zum Schulzentrum wird nach Abschluss der Arbeiten erheblich aufgewertet sein, vielmehr werden auch Gefahrensituationen behoben. Jedoch birgt die für die Oberschule Hohenkirchen angedachte Ersatzhaltestelle (Jeversche Straße, Pressemeldung des Landkreises Friesland vom 21.08.2018) ein sehr hohes Gefahrenpotential. Eine erhebliche Gefährdungslage ist sowohl an der Ersatzhaltestelle selbst, als auch für den Weg, an der Baustelle vorbei, bis hin zum Schulgebäude klar ersichtlich.

Als Verantwortlicher der Schule möchte ich mit diesem Schreiben auf Defizite in der Planung, auf Gefahrensituationen sowie auf rechtliche Aspekte hinweisen und werde diesen Sachverhalt in Wort und Bild dokumentieren. Am Ende meiner Ausführungen werde ich aber einen Alternativvorschlag aufzeigen, der für alle Beteiligten (Eltern, Schulleitung und Schulträger) eine sehr gute Lösung darstellt.

Als Schulleiter stehe ich in der Verantwortung die Sicherheit meiner Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Es obliegt meiner Beurteilung als Schulleiter, ob ich eine Aufsicht an der Bushaltestelle (Ersatzhaltestelle) einrichten werde. Nach Prüfung des Sachverhaltes durch die Rechtsabteilung der Niedersächsischen Schulbehörde, muss unsere Schule, auch nach Erlasslage, für diesen provisorischen Haltepunkt keine Aufsicht stellen. Im Fall der für unsere Schule vorgesehenen Ersatzhaltestelle (Jeversche Straße) gestaltet sich die Gefahrensituation jedoch so massiv, dass selbst eine installierte Aufsicht nicht für Sicherheit sorgen könnte.

Aufsichtspflicht besteht grundsätzlich für das Schulgebäude sowie das gesamte Schulgelände. Liegt die Bushaltestelle auf dem Schulgelände, besteht hier ohne Zweifel eine Aufsichtspflicht durch die Schule. Für den Weg zwischen Schule und Elternhaus obliegt den Eltern die Aufsichtspflicht über ihre Kinder. Der Schulträger ist aufgrund einer öffentlich-rechtlichen Verkehrssicherungspflicht gehalten, den Schulweg einschließlich der dazugehörigen Bushaltestellen (auch Ersatzhaltestellen) sicher zu gestalten und Schülerinnen und Schüler vor Gefahren zu bewahren. Eine Aufsichtspflicht des Schulträgers gibt es jedoch nicht. Leider gab es im Vorfeld dieser Baumaßnahme keine gemeinsame Ortsbegehung mit dem Schulträger, der Polizei, dem Elternbeirat sowie den Schulleitungen der Grund- und Oberschule.

Meine Dokumentation im Anhang dieses Schreibens zeigt, dass die Ersatzhaltstelle „Grundschule“ (Jeversche Straße/Ecke Alma-Rogge-Weg) für alle Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Hohenkirchen eingerichtet werden sollte. Der Schulweg ist für alle Buskinder der kürzeste und sicherste. Darüber hinaus werden mögliche Gefährdungslagen vermieden. Weiterhin erklären sich beide Schulen bereit, in Absprache mit der Schulleiterin der Grundschule, an der gemeinsamen Haltestelle Jeversche Straße/Alma-Rogge-Weg statt Aufsichten Lotsen zu installieren.

Als Verantwortlicher der Oberschule Hohenkirchen werde ich anweisen, dass Schülerinnen und Schüler, aus den o. g. Gründen, den Haltepunkt „Jeversche Straße/Ecke Alma-Rogge-Weg“ nutzen müssen. Meine Entscheidung werde ich am Mittwoch, den 29.08.2018 mit dem Elternrat meiner Schule besprechen und anschließend in einem Elternbrief formulieren.

gez. Heyo Kemper, Schulleiter

Ersatzhaltestelle „Oberschule“ (Jeversche Straße)

 
  • Die ersten Schulbusse fahren die Ersatzhaltestelle „Oberschule“ vor Schulbeginn bereits um ca. 07:00 Uhr an, d. h. Schülerinnen und Schüler werden die Möglichkeit nutzen, sich an der Tankstelle mit Getränken und Verpflegung für den Schultag einzudecken (siehe Bild 2b). Eine Querung der Straße ist hierbei erforderlich und stellt ein erhöhtes Gefahrenpotential dar.
  • Nach Prüfung des Stundenplanes werden an „Kurztagen“ ca. 110 - 160 Schülerinnen und Schüler (Donnerstag, Freitag), an „Langtagen“ 40 – 60 Kinder die Ersatzhaltestelle „Oberschule“ (Jeversche Straße) zur gleichen Zeit für den Heimweg nutzen. Auch hier besteht aufgrund der Gegebenheiten eine erhöhte Gefährdungssituation.
  • Viele Schülerinnen und Schüler werden die Ersatzhaltestelle der Grundschule zum Aussteigen nutzen, da der Schulweg zum Hintereingang der Oberschule Hohenkirchen erheblich kürzer ist. Zumal die Entfernung beider Ersatzhaltestellen lediglich 150 m beträgt (siehe Bild 1).
  • Eine Nutzung des Fußgänger- und Radfahrweges ist vor und nach Schulschluss für Anlieger nicht möglich.
  • Aufgrund der fehlenden Umzäunung des Privatgrundstückes (siehe Bild 2b, links) sind Probleme mit den Anwohnern vorgezeichnet.

Schulweg von der Ersatzhaltestelle „Oberschule“

 
  • Unübersichtliche Straßenführung der August-Hinrichs-Str. (Bild 3a/3b)
  • Gefährdungslage durch hohes Verkehrsaufkommen – vor und nach Schulschluss (Anlieger, „Elterntaxis“ zur Kindertagesstätte und Oberschule, Zufahrt zum Lehrerparkplatz (Oberschule) und Erzieherparkplatz (Kita), Lieferverkehr, Baustellenzufahrt)

Ersatzhaltestelle „Grundschule“ (Alma-Rogge-Weg)

 
  • Die Möglichkeit, sich vor Schulanfang an der Tankstelle mit Getränken für den Schultag einzudecken entfällt, stattdessen wird der Bäcker als Versorger für die Schülerschaft interessant. Eine Ampelanlage reduziert an diesem Ort das Gefahrenpotential der Straßenquerung um ein Vielfaches.
  • Im Falle eines Unfalls sind Polizisten der anliegenden Polizeistation (Leitstelle) ansprechbar und können unmittelbar Maßnahmen veranlassen sowie Rettungsfahrzeuge ohne Zeitverlust alarmieren.
  • An „Kurztagen“ können Schülerinnen und Schüler der Oberschule (160 Schülerinnen) den Parkplatz vor der Polizeistation als sicheren Wartepunkt nutzen.
  • Die Schülerinnen und Schülern beider Schulen sind ein gemeinsames Aussteigen aus dem Bus gewohnt. Zwei Haltepunkte an der Jeverschen Straße würden für ein unnötiges „Gerangel“ und somit für Gefahren im Bus sorgen.
  • Der Schulweg ist für die Schülerinnen und Schüler zum Hintereingang der Oberschule Hohenkirchen erheblich kürzer.
  • Die Nutzung des Fußgänger- und Radfahrweges an der Jeverschen Straße ist vor und nach Schulschluss für Anlieger frei.
  • Der Schulweg führt nicht am Baustellenbereich der Schülerinnen und Schüler vorbei.
  • Beide Schulen werden statt Aufsichten Lotsen installieren, sodass die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler beider Schulen gewährleistet werden kann.

Die Oberschule Hohenkirchen stellt sich vor. Informationen zum Schulbesuch.

 

Welche Schulabschlüsse können an der Oberschule erreicht werden?

 

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